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bulletReisebericht Yucatan, Mexiko: Die Insel Cozumel

what do groundhogs hate

15. Tag: Von Playa del Carmen nach Cozumel

Heute morgen geht es Elke schlechter. Sie hat keine Lust auf Frühstück, und ich gehe alleine ins "100 % Natural".

Wir nutzen unsere Check-Out-Zeit voll aus und bleiben bis 12:00 Uhr in unserem Zimmer. Dabei kommt es zu einer Situation, die ziemlich peinlich hätte werden können. Elke ist gerade im Badezimmer, und ich sitze auf dem Balkon, als plötzlich ein amerikanisches Ehepaar in unserem Zimmer auftaucht. Den beiden ist die Sache sehr unangenehm. Wie sich herausstellt, haben die beiden an der Rezeption Schlüsselkarten erhalten, mit denen sie sich unser Zimmer angucken konnten, weil sie gerne in ein Zimmer mit Ocean View wechseln möchten. Versehentlich war man an der Rezeption davon ausgegangen, wir hätten schon ausgecheckt. Die beiden können schließlich nichts dafür, und wir zeigen ihnen das Zimmer, das wir leider bald verlassen müssen. Danach machen wir einen Strandspaziergang und müssen anschließend feststellen, daß wir mit unseren Code-Karten nicht mehr in unser Zimmer hineinkommen. Das ist dann doch zuviel, und wir beschweren uns an der Rezeption, wo man die Panne sehr bedauert.

Wir lassen uns mit einem Taxi zur Fähre nach Cozumel bringen. Leider führt die Straße nicht bis zur Anlegestelle und wir müssen mit unserem Gepäck noch 3 Minuten laufen. Elke hält sich tapfer.

Das Fiesta Inn auf CozumelWir nehmen die 13:00 Uhr Fähre nach Cozumel. Der Fahrpreis beträgt 51 Pesos (9,-- DM) pro Person, und die Überfahrt dauert ca. 40 Minuten. Auf der Insel herrscht ziemlicher Rummel, und wir müssen gute 20 Minuten warten, bis wir ein freies Taxi ergattern. Nach ein paar Minuten Fahrt erreichen wir unser Hotel, das Fiesta Inn. Dieses Hotel gehört zur Fiesta Americana Gruppe, auf deren Web-Page man auch online Reservierungen vornehmen kann. Ich hatte jedoch ein Angebot per E-Mail eingeholt und zu meiner Überraschung eine wesentliche günstigere Rate bekommen, als mir über die Online-Reservierung mitgeteilt wurde. So kostete uns das Zimmer nur rund 100 DM pro Nacht.

Das Fiesta Inn verfügt über den größten Swimming Pool auf Cozumel und läßt sich in die Kategorie "Mittelklasse" einordnen. Die Zimmer sind nicht gerade berauschend. Durchschnittlicher amerikanischer Motel-Standard kann man sagen. Für das, was wir bezahlt haben, war das Preis-Leistungsverhältnis aber absolut o.k.

Das Hotel ist durch eine belebte Straße vom Meer getrennt. Durch einen Tunnel gelangt man jedoch direkt vom Hotel zu einem künstlichen kleinen Strand, wo sich auch eines der beiden Restaurants des Fiesta Inn befindet. Über einen Steg gelangt man hier ins Wasser und findet gute Schnorchelbedingungen vor. So verbringen wir den Nachmittag mit Schnorcheln und Relaxen am Pool.

Abends gehen wir zu Fuß ins Zentrum von Cozumel. Die Strecke läßt sich in 20 Minuten gut zu Fuß bewältigen. Wir brauchen heute jedoch wesentlich länger , da ein großer Karnevalsumzug stattfindet, den wir uns zumindest teilweise anschauen. Besonders für die vielen amerikanischen Touristen scheint dieses Spektakel sehr faszinierend zu sein.

Von Downtown Cozumel sind wir eher enttäuscht. Der Ort ist ziemlich überlaufen, was auf die vielen Kreuzfahrtschiffe zurückzuführen ist, die hier anlegen. Ähnlich wie in Cancun ist hier alles sehr stark amerikanisiert. Natürlich fehlt auch nicht das obligatorische Hard-Rock-Cafe. Alles ist hier darauf angelegt, den Kreuzfaht-Passagieren auf Ihrem Landgang die Dollars, mit denen man hier überall bezahlen kann, aus der Tasche zu ziehen. Entsprechend ist das Preisniveau relativ hoch.

Die Restaurantszene kann auch nicht gerade überzeugen. Gemütliche Garten-Restaurants wie in Playa del Carmen sucht man vergebens.


16. Tag: Cozumel

Wir frühstücken am Meer im Hotelrestaurant. Elke ißt nur wenig, weil ihr Durchfall anhält. Allmählich macht uns das doch etwas Sorgen.

Wir verbringen den Tag mit Lesen, Faulenzen und Schnorcheln. Nicht weit vom Hotel Richtung Downtown Cozumel befindet sich ein großer Supermarkt, wo wir uns mit Getränken und etwas zu Essen für mittags eindecken.

Abends laufen wir wieder in den Ort, um dort zu essen. Elke begnügt sich mit einer Tortilla-Suppe


17. Tag: Cozumel

Elke geht es immer noch nicht besser, und ich gehe alleine frühstücken. An der Hotelrezeption erkundige ich mich dann nach einem Arzt, und man empfiehlt mir Dr. Picolo. Eine amerikanische Touristin, die auch an der Rezeption steht, bestätigt mir diese Empfehlung. Sie hatte nämlich in der Nacht bereits die Dienste dieses Arztes in Anspruch genommen. Ich telefoniere mit dem Arzt, schildere ihm das Problem, und wir können sofort kommen. Mit dem Taxi sind wir in wenigen Minuten da.

Der Arzt macht wirklich einen sehr kompetenten Eindruck, spricht hervorragend englisch und hat schnell eine Diagnose gestellt. Elke hat Parasiten, die mit unseren herkömmlichen Durchfalltabletten nicht zu bekämpfen sind. Mit den richtigen Medikamenten ist die Sache jedoch schnell in den Griff zu bekommen. Eine spezielle Diät ist nicht erforderlich, nur scharfe Speisen und Alkohol sind zu meiden. Für die Behandlung bezahlen wir 40 US$ bzw. 400 Pesos.

Die Medizin besorgen wir uns im Supermarkt in der Nähe unseres Hotels. Den Rest des Tages verbringen wir wie gehabt.


18. Tag: Cozumel

Tatsächlich geht es Elke schon besser, aber zu größeren Aktivitäten können wir uns nicht aufraffen. Also verbringen wir einen weiteren faulen Urlaubstag.

Abwechselung in die tägliche Routine kommt erst auf unserem üblichen abendlichen Spaziergang nach Downtown. Plötzlich fällt unterwegs der Strom aus. Es ist so dunkel, dass an ein Weitergehen nicht zu denken ist. Offensichtlich ist die ganze Insel ohne Strom. Wir fragen uns, ob wir heute abend überhaupt etwas zu Essen bekommen. Es vergeht eine Viertelstunde, ohne dass etwas passiert. Nicht weit entfernt befindet sich das Hotel "Plaza Las Glorias", wo noch etwas Licht brennt. Offensichtlich verfügt man dort über ein Notstromaggregat. Kurzentschlossen gehen wir dort im Hotelrestaurant essen. Hier ist es zwar auch recht dunkel, aber die Atmosphäre ist sehr romantisch, zumal das Restaurant schön mit Blick aufs Meer gelegen ist. Da mit Gas gekocht wird, arbeitet die Küche, und wir genießen mal wieder leckere mexikanische Spezialitäten. Da es auch Elke wieder schmeckt, ist es ein sehr schöner Abend. Irgendwann ist auch der Strom wieder da, und wir können uns ohne Nachtsichtgerät auf den Heimweg machen.

Das Plaza Las Glorias hat übrigens einen sehr guten Eindruck auf uns gemacht. Es liegt an der Meerseite ca. 500 Meter vom Fiesta Inn entfernt Richtung Downtown, direkt gegenüber dem großen Supermarkt. Es ist ein bis zwei Kategorien besser als das Fiesta Inn und entsprechend teurer. Die Preise, die an der Rezeption aushängen, liegen über 200 US-$ die Nacht. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass man bei Buchung über das Internet oder Reiseveranstalter günstigere Preise bekommt. Kommt natürlich auch auf die Reisezeit an.


19. Tag: Cozumel Schnorchelparadies Cozumel

Unser letzter Urlaubstag ist angebrochen. Also können wir unseren geplanten Ausflug in den "Chankanaab Park" nicht weiter aufschieben. Leider verfügt Mexiko's größte bewohnte Insel über keinerlei öffentlichen Personenverkehr, so dass man auf Taxis oder Leihfahrzeuge angewiesen ist. Ein teurer Spaß, wenn man in einem der weiter außerhalb gelegenen Hotels wohnt und abends mal eben nach Downtown will.

Am Chankanaab-RiffWir fahren mit dem Taxi zum Chankanaab Park. Der Eintritt kostest 7 US-$ pro Person. Dafür gibt es Liegestühle, Sonnenschirme, Duschen Umkleidekabinen und Zugang zu dem nur wenige Meter vom Strand vorgelagerten Chankanaab-Riff.

Das Korallenriff ist sehr schön, aber die Fische, die wir sehen, kennen wir auch schon vom Schnorcheln vor unserem Hotel. Am späten Vormittag füllt sich der Park zusehends, da er zum Standard-Ausflugsprogramm der vielen Kreuzfahrt-Touristen zählt. Im Park gibt es ein Restaurant, wo wir Mittags gut und preiswert essen.

Am frühen Nachmittag fahren wir zurück in unser Hotel. Gegen Abend genießen wir noch einmal den Sonnenuntergang vor dem Strand-Restaurant gegenüber dem Hotel und bekämpfen den Abschiedsschmerz mit ein paar Happy-Hour-Margeritas. Anschließend ist Packen und ein letzter Bummel durch Downtown angesagt.


20. Tag: Von Cozumel nach Düsseldorf

Zum Frühstücken gehen wir ins Plaza Las Glorias. Dort gibt es ein gutes Frühstücksbuffet mit tollem Blick auf die karibische See. Einerseits traumhaft schön, andererseits aber auch frustrierend, wenn wir uns vorstellen, dass wir in ein paar Stunden wieder im kalten Deutschland sind.

Aber was hilft's, jeder Urlaub geht einmal zu Ende. Mit dem Taxi fahren wir zum Cozumel Airport. Von dort ist es nur ein zwanzigminütiger Hüpfer nach Cancun. Dort müssen wir noch drei Stunden bis zum Abflug nach Düsseldorf totschlagen. Am Gate treffen wir zufällig einen Bekannten, der mit dem Piloten unseres Fluges befreundet ist und mit der Crew einen viertägigen Kurzurlaub in Cancun verbracht hat. Die Welt ist doch manchmal recht klein!

Erfreulicherweise ist der Rückflug zwei Stunden kürzer als der Hinflug, und so erreichen wir nach "nur" neun Stunden Flug am nächsten Morgen um 8:00 Uhr Düsseldorf.

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